KraftWerk Geistesleben


Geistesleben & Freiheit
Zusammenfassung, Bestimmung



Was ist Geistesleben?


A.1 Das individuelle Geistesleben


Es ist die Gedankenwelt des Menschen und es sind seine Fähigkeiten und Talente.
Das Geistesleben ist das Leben in der geistigen Welt, der Gedankenwelt.
Im Menschen kommt dieses geistige Leben durch das Gehirn, gleichsam durch dieses gespiegelt, ins Bewusstsein, - als „Geistesleben“ - zum Vorschein. Das verstehen wir unter dem Geistesleben hier auf der Erde.
Dieses zeigt sich im Alltagsleben, im privaten und gesellschaftlichen Umfeld.
Es ist zunächst wirksam im Privatbereich (privater Blick).


Was jemand für sich im Gebiete des Geisteslebens treibt, wird seine engste Privatsache bleiben.“
Rudolf Steiner


Es ist auch wirksam in der Geisteswelt (spiritueller Blick). Dies bedeutet, dass unsere Gedanken auch Wirkkräfte in der geistigen Sphäre sind.


A.2 Das gesellschaftliche Geistesleben


Dieses zeigt sich in der Kunst, Bildung, Erziehung, Wissenschaft und Religion.
Es betrifft alle Organisationen, die unmittelbar dem Geistesleben der Gesellschaft - der seelischen, geistigen, körperlichen Gesundheit, Bildung und Entwicklung - dienen: Kindergärten, Eltern, Schulen, Akademien, Universitäten, Bildungseinrichtungen, Museen, Theater, Gesundheitswesen, Krankenhäuser, Medien, Richter, ...
Es betrifft aber auch die Arbeit im Wirtschaftsleben und die geistige Tätigkeit im Rechtsleben.
Wir müssen dabei aber immer den individuellen Menschen unterscheiden in seiner Tätigkeit des Geistes und die Organisationen, in denen er es auslebt.
Das Geistesleben ist immer individuell, vor allem wenn es Entscheidungen betrifft.
Urteile und Entscheidungen im Geistesleben werden immer individuell getroffen.



B. Was ist freies Geistesleben?


B.1 Die individuelle Freiheit


Siehe hier: Philosophie der Freiheit, Lehrgang "Geistreich Denken" der Akademie Zukunft Mensch.
Der Mensch ist dann frei, wenn er eine reine Intuition für eine Erkenntnis gewonnen hat und daraus ein freies Motiv aus der reinen moralischen Intuition für ein Handlungsurteil gewinnt. Das Motiv und die Ursachen des Motivs müssen dabei bewusst sein und aus der moralischen Phantasie gewonnen.


B.2 Die Freiheit bzw. Autonomie der gesellschaftlichen Organe


Zunächst geht es immer um die Freiheit im formalen Rahmen (Möglichkeiten) des einzelnen Individuums: Pädagoge, Arzt, Journalist, Wissenschaftler, Priester,...

Freiheit in der Erziehung: Eltern entscheiden frei über die Erziehung der Kinder, ebenso Erzieherinnen, sofern sie nicht mit dem Rechtsleben kollidiert
Freiheit in der Bildung: Pädagogen entscheiden frei über die Bildung, den Unterricht der Kinder, sofern sie nicht mit dem Rechtsleben kollidieren, ebenso Dozenten, Trainer, Professoren.
Freiheit im Gesundheitswesen: Ärzte, etc. entscheiden frei über Art der Diagnose und Therapie, Patienten entscheiden frei über die Wahl der Therapeuten, die Methoden der Diagnose und Therapie.
Freiheit im Medienwesen: Journalisten, etc. entscheiden frei über die Medieninhalte, sofern sie nicht mit dem Rechtsleben kollidieren.
Freiheit in der Kunst: Künstler entscheiden frei über die Kunstinhalte, sofern sie nicht mit dem Rechtsleben kollidieren.
Freiheit in der Rechtsprechung: Die Richter des Strafrechts entscheiden frei über ihre Urteile.

Kann es also „freie Schulen“ geben? Nein. Es gibt nur Schulen, die als Organisationen einen formalen Rahmen bieten und damit den Pädagogen die Möglichkeit zur Freiheit in der Pädagogik geben. Es geht immer um die individuellen Entscheidungen der Pädagogen.
Freiheit des Geisteslebens ist also immer die Freiheit des Individuums.

Die Organisationen des Geisteslebens haben aber ihre eigene Verwaltung. Diese ist von dem Prinzip der Freiheit zunächst zu unterscheiden. Sie betrifft die Autonomie. Das ist noch genauer zu klären.



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